Winterzusammenfassung

Die wenigen Posts in letzter Zeit heissen nicht, dass ich nur rumgesessen bin. Der Schnee war nicht immer optimal, aber ich war auf einigen Snowboard-/Skitouren ­čÖé Inkl. einem Lawinenkurs. Langsam machen die ganzen Sachen, die ich ├╝ber die Lawinenkunde gelesen habe, etwas mehr Sinn in der Praxis. Cool ­čÖé

Hier mal ein paar Fotos:

Es ist Winter

Es hat die ganze Woche geregnet aber irgendwann haben die Wettervorhersagen f├╝r Samstag ein Sch├Ânwetterfenster gezeigt. Ausserdem hab ich endlich, endlich neue Snowboardschuhe gekauft (hiermit sorry an alle, die ich mit meinem Jammern dazu gelangweilt habe..).┬á Es war also der perfekte Moment, einen Ausflug in die Berge zu machen um die Dinger auszuprobieren. Zumindest mal mit Schneeschuhen.

Es war schon Mitternacht, als ich richtig geplant habe und um die Zeit greife ich tendenziell auf Altbew├Ąhrtes zur├╝ck. Hoch-Ybrig also.. Irgendwie war ich ├╝berhaupt nicht sicher, ob es ├╝berhaupt genug Schnee hat, um die Schneeschuhe zu rechtfertigen (laut Webcam hatte es oben im Skigebiet genug Schnee, aber die Bahn ist momentan zu..)

Nun ja.. ich h├Ątte mich ohrfeigen k├Ânnen f├╝r meine Falscheinsch├Ątzung. Wieso genau hab ich mein Snowboard nicht mitgenommen?! Knietiefer Powder!img_20161112_113551 img_20161112_124811 img_20161112_131547 img_20161112_131550 img_20161112_144154Aber schlussendlich wars so ein sch├Âner Tag, dass ich gar nicht richtig genervt sein konnte ­čÖé ­čÖé Juhui, Winter!

Kr├Ânten

Inzwischen schon l├Ąnger her, aber im September war ich noch auf dem Kr├Ânten. Erste Hochtour ohne viel erfahrenere Begleitung. Puh, wir waren schon etwas nerv├Âs. Ich jedenfalls schon. Das Ziel war nicht die Normalroute, sondern der Ostgrat. Schlussendlich wars anspruchsvoller, als ich erwartet habe, aber trotzdem die richtige Entscheidung. Nenn mich anspruchsvoll, aber die Normalroute (da sind wir wieder runter gekommen) w├Ąre irgendwie langweilig gewesen. Wir waren aber wirklich gut vorbereitet. Ich hab mit Leuten geredet, die mich schon am Berg erlebt haben und die Route schon gemacht haben, hab mir von denen den Weg erkl├Ąren und auf der Karte zeigen lasse und hab einige Tourenberichte gelesen und Fotos angeguckt. War wahrscheinlich etwas ├╝bertrieben, aber eben, erste wirklich selber geplante Tour. ­čÖé

Auf der Kr├Ântenh├╝tte war ich vor Jahren schon zweimal. Damals zum Mehrseill├Ąngenklettern. An den Zustieg konnte ich mich aber noch vage erinnern. Es ist also immer noch weit und steil. Aber ich glaube, etwas fitter bin ich inzwischen doch geworden. Nat├╝rlicht machts das nicht direkt weniger anstrengend, aber immerhin schneller ­čÖé Und sch├Ân ist auch immer noch:20161012151343Lustigerweise heisst dieser H├╝ttenzustieg “Geissenpfad”.. und uns ist tats├Ąchlich eine Sch├Ąferin (Geisserin? Geissenh├╝terin?) mit Geissen entgegengekommen. Name checks out. ­čÖé

Die H├╝tte selber wurde, seit dem ich letztes mal dort war, ziemlich aus- und umgebaut. Ziemlich luxuri├Âs und vorallem riesig. Es war Sonntag Abend, also wars ziemlich leer, aber wenn das Ding voll ist, w├Ąrens mir glaub wirklich viel zu viele Leute.

Los gings dann fr├╝h am Morgen. Loslaufen mit Stirnlampe im Dunkeln. Die ersten Fotos, die nicht einfach schwarz sind, gabs hier:20161013071817 20161013075518Das ist etwas weiter oben als dort, wo die MSL starten. Den Weg kannte ich also auch irgendwie schon. Und auch hier hab ich diesmal weniger gelitten ­čÖé Dann gehts vo Wanderweg weg und erstmal ├╝ber ein Schnee-/ Eisfeld steil hoch. Ich bin nicht sicher, ob wir den besten Weg gefunden haben. Es war ja schon September und ich glaube, in den Beschreibungen hatte es schlichtweg mehr Schnee. Naja, irgendwann waren wir jedenfalls angepeilten Ostgrat und da ging die Kletterei los20161013093705 20161013094920Das hat echt eeewigs gedauert. Da brauchts echt noch mehr ├ťbung mit dem Seil und vorallem mehr Vertrauen ins weniger sichern. Sonst ist man einfach zu langsam. Aber das wird sich schon ergeben mit mehr Erfahrung. Ich bin zuversichtlich ­čÖé

Eine Sache, die ich aber auch (mal wieder) gemerkt habe: Man sollte die Berichte auf den H├╝tten immer etwas skeptisch betrachten. Wir hatten am Abend vor der Tour jemanden getroffen, den ich schon aus meinen Clean Climbing Kurs kannte und die an dem Tag auf dem Kr├Ânten war. Auf meine Nachfrage meinte sie, sie seien auch via Ostgrat da hoch und das der Grat total easy war und sie seien ohne Seil in einer halben Stunde da dr├╝ber… Ich began echt an mir zu zweifeln, als wir nach ca. 3 Stunden Kletterei, die ich ziemlich sicher nicht ohne Seil gemacht h├Ątte, immer noch nicht ├╝ber den Grat waren. Irgendwann auf dem Abstieg wurde uns dann klar, dass die wohl doch via Westgrat (die erw├Ąhnte Normalroute) da hoch sind. So macht auch einiges anderes aus der Erz├Ąhlung viel viel viel mehr Sinn… (Vorallem, dass sie den gleichen Zustieg an dem Tag nochmal machen mussten zum zum Spannort zu kommen. Das geht gar nicht via Ostgrat)

Anyway, Das Ziel vom Grat ist das Eisfeld, dass man auf dem letzten Foto sieht. Endlich dort angekommen gabs erstmal was zu Essen (ich glaub ich hab noch nie so viel Schoggi aufs mal gegessen….) Dann hoch ├╝bers Eis. Ich war ehrlichgesagt schon lange nicht mehr auf steilem Eis und ich fands relativ be├Ąngstigend. Vorallem als rechts von uns ein verdammt grosser Stein pl├Âtzlich den ganzen Hang ├╝bers Eis runtergerutscht ist. Kurzer Blick nach oben: Nein, wir waren nicht so bl├Âd, unter so einem Ding zu stehen. Gut ­čÖé20161013120932Oben angekomen muss man dann auf so einer Art Schneegrat queren. Das ist nicht mehr schwierig aber sieht ziemlich cool aus. Da ist viel Schnee vom Fels weggeschmolzen20161013121438Gef├╝hlte 10 Meter hoch? Oder eher 5? Man mag mich korrigieren ­čÖé

Dann trifft man bald die Normalroute und ca. eine halbe Stunde und eine kurze Klettereinlage sp├Ąter dann Gipfel20161013130301 20161013130337 20161013130429Und dann wieder runter. Ewigs runter. Mit h├╝bschem Panorama und dekorativ schmelzendem Gletscher. Aber ewigs.20161013134217 20161013141747 20161013141806 20161013142304 20161013153611Dann kann man noch die wundersch├Âne Gegend um die H├╝tte geniessen, die am Morgen noch im Dunkeln lag20161013161507und dann hat mans endlich zur├╝ck zur H├╝tte geschafft. Habe ich “ewigs” erw├Ąhnt? Ach ja.. dann sinds nochmal 1000 H├Âhenmeter bis zum Auto runter. Puh.. Ich war sehr sehr froh dass in der H├╝tte meine Wanderst├Âcks auf mich gewartet haben, aber ich hatte danach tagelangen Muskelkater. So schlimm wars das letztemal, als ich das letzte Mal von der Kr├Ântenh├╝tte runter gelaufen bin…

Zusammengefasst: Tolle Tour. Ich hab stellenweise ziemlich gelitten, und ich w├╝rds jederzeit wieder machen ­čśÇ

 

Rigi Hochflue

Ich wollte mal wieder nicht grossartig planen und nicht ewigs weit fahren, also war ich auf der Rigi Hochflue. Ich hab mich grunds├Ątzlich an diesen Bericht gehalten, wobei ich von Brunnen los gelaufen bin (also ohne Seilbahn) und im Abstieg dann nach Goldau gelaufen bin (Lauerz w├Ąre n├Ąher gewesen, aber der ├ľV Anschluss dort war irgendwie nervig).

Der Bericht hat aber gute Fotos von den Kletterstellen, falls mal jemand die Tour nachmachen will. Der Weg von Brunnen bis zur H├Âhe der Bergstation der Seilbahn ist auf jedenfall auch sehr lohnenswert. Ich hab den weiss-blau-weissen Weg via Stockflue genommen, wodurch eigentlich die ganze Tour mehr als nur “bl├Âd den Hang hochlaufen” war (und naturlich wunderbare Aussicht).img_20161007_110405 img_20161007_111631Dann gabs dann Nebel und die Fotos von hikr sind wahrscheinlich aufschlussreicher..img_20161007_115653Oben auf dem Gipfel dann aber die Belohnung:img_20161007_135100 Sonnenschein und Nebelmeer. Das hinter dem Gipfelkreuz m├╝sste ubrigens der Pilatus sein. Vom Kreuz aus sieht man dann so richtig, wie sch├Ân, dass Nebel sein kann, wenn man dr├╝ber ist (auf dem ersten sieht man ├╝brigens den Gipfel, denn man normalerweise als “die Rigi” kennt. Nur ein Bisschen Zuckerwatte weit weg :-)):img_20161007_135219 img_20161007_135239Essenspause, Fotos machen, Beeindruckt sein… und dann wieder los, denn der Abstieg nach Goldau ist auch nochmal ein ziemliches St├╝ck. Die ersten 25m sogar mit ein Bisschen spektakul├Ąr img_20161007_141221 img_20161007_141229Alles in allem eine wirklich tolle Tour. Interessant, nahe zuhause, tolle Aussicht und im Auf- und Abstieg abk├╝rzbar mit Sesselbahn (oder glaub auch mit dem Auto bis G├Ątterlipass (Gl├Ątterlipass? Irgend sowas ├Ąhnliches)

Sardinien

Inzwischen hab ich den gr├Âssten Teil meiner Ferienfotos gekriegt, also kann ich ja auch mal etwas dazu schreiben. Ich war ca. 10 Tage auf Sardinien am Klettern. Nach dem etwas sehr kalten Korsika vor einem knappen Jahr, diesmal ca. einen Monat fr├╝her. Diesmal hats gut geklappt. In der Sonne wars etwas heiss, aber daf├╝r gibts ja Schatten. Gelungene Ferien, um den Sommer noch etwas zu verl├Ąngern.

Nat├╝rlich auch diesmal wieder mit Nellie (Irgendwie guckt sie da b├Âse. So kampfbereit.. Wahrscheinlich hatte sie Angst vor weiteren Eier-Attacken, wie auf Korsika damals)imag0049

Nach Sardinien ists aber doch noch ein Bisschen weiter, als nach Korsika, also gings um 11 Uhr Abends los und wir haben auf der F├Ąhre ├╝bernachtet. Als wir rein kamen, waren schon ziemlich viele Leute dabei, sich ihr Nachtlager einzurichten. Es gab viele Abstufungen von Professionali├Ąt: Von einfach-in-ein-Badetuch-eingewickelt, ├╝ber Campingmatten bis zu aufblasbaren Matratzen (inkl. elektrischer Pumpe! :-D). Wir habens uns irgendwo im mittleren Segment (mehr oder weniger) gem├╝tlich gemacht. (Tipp: Oropax und irgendwas, um sich die Augen zu verbinden, nicht vergessen! Und ich glaube, neben dem Kinderspielplatz ist nicht der doofeste Ort um zu ├╝bernachten: W├Ąhrend der “Einnistungsphase” halten sich alle davon fern, wegen dem Kindergeschrei, aber die Kleinen m├╝ssen ja dann doch ziemlich bald ins Bett)

In Sardinien selber gabs dann wundersch├Âne Orte: imag0045 imag0090 imag0073 imag0060 imag0038 imag0057 imag0053 imag0048 imag0108 imag0106 imag0046 imag0130Klettern waren wir nat├╝rlich auch, aber davon gibts nicht so viele Bilder. Schwierig zu zweit. Ich hab nur zwei Fotos, die immerhin den Kletterort zeigen, an dems am sch├Ânsten war, wenn auch die Kletterei eher nicht so toll, weil extrem speckig. Schadeimag0077 imag0122Dann noch ein paar Besch├Ąftigungen f├╝r die Kletterpausen:imag0138 imag0036Dazwischen noch italienisches Essen (inkl etwas, dass Teufelssauce heisst, und den Namen absolut verdient!), kurze Abstecher ins Meer etc… und schon sind 10 Tage wieder rum und das F├Ąhrending f├Ąngt von vorne an. Diesmal aber mit viel weniger Leuten und ├╝berhaupt bequemer ­čÖé

Nat├╝rlich g├Ąbs noch ganz viele gr├Âssere und kleiner Geschichtchen und Anektoten (Anektoden? Nee, oder?) zu erz├Ąhlen, aber ich belasse es jetzt mal dabei, dass ich auf der Reise die Profieishockeyspieler von Fribourg Gotteron gefragt habe, was sie eigentlich f├╝r eine Sportart spielen ­čÖé

Nostalgietour

Ich habe als Kind viele Jahre lang das Glishorn angeschaut. Irgendwie so lange, dass ich es irgendwann gar nicht mehr so richtig wahrgenommen habe, obwohl es ziemlich dominant ├╝ber Brig thront und sogar oft von meinem Grossvater erw├Ąhnt wurde (Er bezeichnete die Zeit vor meiner Geburt oft als “damals, als du noch hinter dem Glishorn warst”.)

Irgendwann dieses Jahr hab ich doch nochmal genauer hingeschaut und ├╝berlegt, dass es eigentlich ein Berg w├Ąre, auf den ich mal hoch m├╝sste. Kurze Onlinerecherche ergab, dass das nix kompliziertes ist, sondern einfach eine normale T3 – Wanderung. Das einzige anspruchsvolle sind die 1800 H├Âhenmeter, die der Gipfel ├╝ber dem Bahnhof Brig ist. Hier mal eine Impression:IMG_20160902_075937Nach einer halben Stunde dann der erste Hinweis, dass ich auf dem richtigen Weg bin:IMG_20160902_083022Von da an gehts zuerst zur rechten Kante vom Berg und dann halt immer nach oben. Irgendwo zwischendurch ist mir mal aufgefallen, dass die Zwischenstation “Mattus-Tafel”, von der ich ├╝berall gelesen hatte (ich hatte eine vage Vorstellung von einer Gedenktafel f├╝r den heiligen Mattus) eigentlich “Mattu-Stafel” heisst.. ├Âhm… ja.. ups.. So oder so: Sch├Âne Aussicht zwischendurch:IMG_20160902_091155 IMG_20160902_111435 IMG_20160902_111519 IMG_20160902_1125203:20 nach dem 5-Stunden Schild war ich tats├Ąchlich oben. Und wen ichs nicht schon gelesen h├Ątte, w├Ąre ich sehr sehr ├╝berascht gewesen, denn der von Brig aus so felsig, spitzige aussehende Gipfel vom Glishorn ist in wirklichkeit eine leicht wellige Wiese auf der man ein ganzes Open-Air veranstalten k├Ânnte. Aber trotz Vorwissen war es irgendwie surreal..IMG_20160902_123641Irgendwas war auf der Linse meiner Kamera (schwer zu sagen, wenn die Sonne aufs Display scheint), deshalb ganz schlechte Bilder. Das hier ist jedenfalls der Gipfel… hm..Tisch?IMG_20160902_123218Wenn man dann aber 50 m oder so weg l├Ąuft, merkt man dann pl├Âtzlich, wiesos von unten so anders aussieht. Da ist n├Ąmlich eine ziemliche krasse Abbruchkante:IMG_20160902_123506 IMG_20160902_123453(wie gesagt, schreckliche Fotos, sorry)

Ich wollte nicht mehr die ganzen Meter bis nach Brig wieder runter laufen, also bin ich Richtung Simplonpass gelaufen. Durch das beste Timing aller Wanderungen, musste meine Mutter an dem Nachmittag sowieso ├╝ber den Pass und konnte mich grad mitnehmen. Anyway: irgendwie hab ich bei der Planung ├╝bersehen/verdr├Ąngt, dass es auch beim Abstieg nochmal 400 oder 500 H├Âhenmeter Gegenanstieg drin hat. Das hat dann┬á nicht mehr so Spass gemacht, aber ging ja nicht anders, und danach war die Gegend dann so sch├Ân, dass das auch bald wieder vergessen war:IMG_20160902_143955 IMG_20160902_144142 IMG_20160902_144404

Es ging nostalgisch weiter, denn ich hatte dann noch eine Stunde oder so Zeit um am kleinen See neben dem Simplonpass rumzuh├Ąngen. Da war ich schon als Kind mit dem Gummiboot drauf! ­čÖéIMG_20160902_153119 IMG_20160902_153123 IMG_20160902_155037Zu guter letzt noch ein ganz schlechtes Selfie mit dem Steinadler auf dem Simplonpass ­čÖéIMG_20160902_165412Danach dann Abendessen in Domo. Die vielen Ausfl├╝ge und Familienfeste dort als Kind haben die Nostalgietour dann perfekt gemacht ­čÖé

Rophaien

Am Donnerstag Abend sp├Ąt wollte ich pl├Âtzlich doch noch irgendwas f├╝r den Freitag planen. Also mal wieder die Wanderkarte durchgeschaut, kurz ein paar Hikr Berichte gelesen und micht f├╝r en Rophaien entschieden. Der ist bei Fl├╝elen. Das ist einfach mit dem Zug erreichbar und es ist ja durchaus h├╝bsch in der Gegend ­čśë

Hier ist das Ding von Fl├╝elen aus gesehen:IMG_20160819_103041Bis da oben sinds ca. 1600 H├Âhenmeter. Nach ca. 1000 war da netterweise ein Bergbauer, der gek├╝hlte Getr├Ąnke verkauft hat ­čÖé Die anderen Wanderer dort fandens ganz sch├Ân mutig von mir, alleine einen weiss-blau-weissen Wanderweg einfach so alleine auf mich zu nehmen. Da m├╝sse man ja schon sicher sein, dass man das auch kann. Ich war etwas verwirrt ­čśÇ

Irgendwann sah der Gipfel dann nahe aus:IMG_20160819_142739Man beachte das Gipfelkreuz. Allerdings ist das die ziemliche Verarschung. Das ist nicht nahe, sondern einfach riiiieeesssig ­čśÇ Finde den Rucksack auf dem Bild:IMG_20160819_150224Die Aussicht von dort oben ist sehr wahrscheinlich spektakul├Ąr. Ich hatte leider nur ein paar kleine Ausschnitte wegen den WolkenIMG_20160819_150159 IMG_20160819_150030Vom Gipfel bin ich dann nochmal 3 Stunden zur Eggbergenbahn gelaufen. Die hat mich die letzen 1000 H├Âhenmeter runter gebracht, aber es waren fast 3 Stunden bis zur Bergstation mit nochmal ca 400 Metern bergaufw├Ąrts dazwischen.

Ich war ziemlich fertig, als ich wieder am Bahnhof Fl├╝elen war, aber naja.. von nix kommt nix, es war ein sch├Âner Tag und nach einem Ch├Ąsch├╝echli und einem Glace und ausgezogenen Wanderschuhen war ich schon wieder zufrieden ­čÖé

Miniadventure

Seit ich letzes Jahr auf Tagi Online oder so von den Miniadventures von jemandem gelesen habe, wollte ich mal eine Nacht irgendwo am Uetliberg verbringen. Inzwischen ist es schon wieder August, also hab ichs einfach mal probiert.

Also hab ich Schlafsack und M├Ątteli eingepackt und bin ca. um 11 Abends los. Ich wollte auf dem Spielplatz beim “Teeh├╝sli” ├╝bernachten. Da hats Wasser, der Holzschnitzelboden (heisst das so?) machte einen halbwegs bequemen Eindruck und es hat einen gedeckten Bereich, falls es doch irgendwie zu Regnen anf├Ąngt.

Dinge, die ich gelernt habe:

  • Ich bin immer noch ├╝berrascht, wie viele Wege, dass es am ├ťetliberg tats├Ąchlich gibt.
  • Diese Wege sehen im Dunkeln irgendwie alle gleich aus. (jaja, am Schluss hab ich den Weg dann doch gefunden)
  • Ich hab weniger Angst im Dunkeln als fr├╝her ­čÖé
  • Die ersten Jogger sind dort schon morgens um 5 unterwegs!

Schlussendlich war das ├ťbernachten nat├╝rlich nicht sehr erholsam. M├Ątteli sind unbequem, es hat zwischendurch ziemlich gewindet und ├╝berhaupt. Aber der ├ťetliberg ist nachts wirklich friendlich und die Stadt sieht richtig toll aus so in der Nacht von oben. Einen Nachtspaziergang sollte ich ├Âfters machen ­čÖé

Der erste Jogger um 5 war ziemlich am schnaufen, als er vorbeigerannt ist (verst├Ąndlicherweise… der war ja auch grad da hoch gerannt!) und hat mich damit wohl geweckt. Wegen der Blitze im hintergrund hab ich nochmals aufs Regenradar geschaut und das sah dann doch nicht so toll aus f├╝r den Morgen, also hab ich mein Zeug gepackt und war um zwanzig vor 6 oder so zuhause und hab erstmal noch ein Bisschen geschlafen. Also ich schlussendlich ins B├╝ro bin, war die Strasse nass, also scheints die richtige Entscheidung gewesen zu sein ­čÖé

(Fotos gibts leider keine.. Es war ja alles dunkel :-))

Revenge is a dish best served cold

Vor 2 Jahren hat eine Woche Regen meinen Hochtourenkurs ziemlich eingeschr├Ąnkt. Seit dem nervt es mich ein Bisschen, dass ich nie auf dem Gross Spannort war. Der sah n├Ąmlich irgendwie cool aus. Und ein Bisschen gehts auch ums Prinzip. Nun, ich hab die Besteigung inzwischen nachgeholt. ­čÖé Hier erstmal das Ziel:IMG_20160808_151718Der Grosse Spannort ist der Spitz etwas links der Bergmitte.

Angefangen hats mit einem sch├Ânen Abend vor/in der Spannorth├╝tte. Da es Sonntag Abend war, war die H├╝tte relativ leer. (In der Nacht┬á von Samstag auf Sonntag wars ausgebucht und vorher war das Wetter zu schlecht)IMG_20160807_191426
Der Spannort von etwas n├Ąher:IMG_20160807_195959 IMG_20160807_205135
Die R├╝ckseite vom Titlis. W├Ąr auch mal ne Tour ;-):

IMG_20160807_204348IMG_20160807_204622 Am n├Ąchsten Tag dann ausschlafen (es ging erst um ca. 5:30 los ;-)) ├ťber das Verhalten manch anderer G├Ąste im Schlafraum mag ich mich jetzt nicht detailliert auslassen, aber ein klein Bisschen R├╝cksicht darauf, dass andere evtl. noch am schlafen sind, w├Ąre in so einer H├╝tte irgendwie schon angebracht..

Egal. Die Tour selber war relativ unspektakul├Ąr aber anstrengend. Meine Begleitung war sooo viel fitter als ich, aber so bin ich einiges schneller auf den Berg hoch, als ich je gedacht habe. Meric f├╝rs “Mitziehen” :-). Als wir wieder unten waren, meinte die H├╝ttenwartin, wir w├Ąren gar nicht auf dem Gipfel gewesen, weil es noch so fr├╝h war. Aber ich hab Gipfelfotos:IMG_20160808_082439 IMG_20160808_093850

(Cool, was so eine Panoramafunktion f├╝r lustige Monster erschaffen kann,, oder? Erinnert mich irgendwie an Irgendwas aus Silent Hill)IMG_20160808_093931 IMG_20160808_093928 IMG_20160808_093940 IMG_20160808_093934Dann noch AbseilenIMG_20160808_101108und ├╝ber den Gletscher, der inzwischen grad genug aufgeweicht war, um gem├╝tlich runterlaufen zu k├Ânnen, zur├╝ck auf “festen Boden” und dann noch den ganzen Abstieg (mit Kuchen-Zwischenhalt in der H├╝tte).

Im Ganzen waren es ca. 1200 H├Âhenmeter von der H├╝tte zum Gipfel und dann nochmal ca. 2300 H├Âhenmeter Abstieg bis runter zur Busstation in Engelberg. ├äh, ja.. ich hatte 2 Tage lang Muskelkater in den Oberschenkeln ­čśÇ Aber das wars eindeutig wert!